Den Breitbandausbau NEU anpacken.

BREITBAND BALD AUCH IN DEINER STADT - be-him CC BY NC ND - BLOGDas Thema Breitbandausbau werde ich als Bürgermeister in Witten umgehend neu anpacken. Ein flächendeckendes, schnelles und belastbares Glasfasernetz ist unerlässlich für gute Zukunftschancen von Unternehmen und Menschen in Witten. Es sichert Arbeitsplätze, schafft Wirtschaftswachstum und verschafft den Wittenern dauerhaft Anschluss an die Informationsgesellschaft.

Schon jetzt können Leerrohre für zukünftige Glasfaserkabel gelegt werden, etwa bei Straßenarbeiten oder Leitungsarbeiten der Stadtwerke. Das ist kostensparend und sichert der Stadt Ausbauchancen sowie zukünftige Mieteinnahmen. Wenn die Stadt Witten dies versäumt, muss sie den Boden zweimal aufreißen lassen und zweimal dafür bezahlen.

Der Ausbau von LTE oder VDSL mit Vectoring-Verteilung auf Kupferkabel ist höchstens eine Übergangslösung für städtische Randgebiete, in denen eine Leitungsverlegung kurzfristig nicht wirtschaftlich ist. Zu diesem Schluss kommt auch die Studie „Nachhaltiger NGA-Netzausbau“ im Auftrag der NRW.BANK.

Der Landkreistag NRW hat 26.08.2015 Landesförderungen für den Breitbandausbau gefordert, der Städte- und Gemeindebund NRW schloss sich am 02.09.2015 dieser Forderung an. Auch die Piratenfraktion im Landtag NRW hat am 03.09.2015 einen Antrag eingebracht in dem sie die Verlegung von Leerrohren für Glasfaserkabel bei sowieso stattfindenden Straßenbauarbeiten an Landesstraßen fordert. Ich begrüße die Forderungen der kommunalen Spitzenverbände und der Landtagsfraktion. Es reicht aber nicht aus, in Witten auf Förderungen aus Land oder Bund zu warten. Witten kann selber anpacken und schon jetzt Leerrohre für zukünftige Leitungen einbringen.

Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum die Stadt Witten die Gelegenheiten für den Breitbandausbau konsequent ungenutzt lässt. Wie schon beim Scheitern des Modellprojektes der Telekom zeigen sich Stadtspitze und Verwaltung in Witten meisterlich im Auslassen von Großchancen. Die Telekom wollte Witten bereits 2013 zur vierten Modellstadt in NRW für Glasfaserkabel bis zur häuslichen Steckdose (FTTH) machen, scheiterte aber an Streitigkeiten mit der Stadt Witten über die Dicke der Frostschutzschicht.


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